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Die
Geschichte des Modeling |
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Paris und Milano waren
früher die Hochburgen der Modelszene.
Im 18. Jahrhundert hat sich Paris als
Zentrum weiblicher Models etabliert
und diese Stellung gegen den Wettbewerb
aus Italien auch behauptet.
Für die Herrenmode wurde im 19.
Jahrhundert London tonangebend.
1920 gab es die ersten "Vorführdamen".
Die jungen Mädchen zeigten Mode
für Damen aus höheren Gesellschaftsschichten
bzw. aus dem Adel. Diese Vorführdamen
kamen aus den unteren Gesellschaftsschichten
und sollten nicht hübscher sein
als ihre Kundinnen.
1946, nach dem ersehnten Ende des 2.
Weltkrieges, bestand ein grosses Bedürfnis
nach Mode. Schnell kam daraufhin Eleganz
und Mode aus Paris. Ein völlig
neuer Beruf entstand: Der Beruf des
Mannequins. Schön und begehrt sollten
sie sein. Eileen Ford gründete
mit ihrem Mann die erste seriöse
Arbeitsvermittlung. Als damals 24-jährige
hatte sie einen Trend gesetzt und voraus
geahnt. Damenhaft, elegant und sehr
erotisch mussten die Frauen damals aussehen.
Die Zuschauer verlangten nach Mannequins,
die in einer Pose erstarrten.
1950 gehörte die Modewelt der feinen
Gesellschaft an. Steinreiche Amerikaner
und der europäische Grossadel trafen
sich. Die erste Miss Germany wurde in
Berlin gewählt. Als junge Dame
ging sie nach New York und musste acht
Modeschauen am Tag laufen. Dafür
gab es zwar kaum Berühmtheit, aber
Geld.
Anfang der 60er-Jahre war Twiggy, das
Zweiglein, der neue Star. 18 Jahre jung,
165 cm gross, 43 kg leicht wurde sie
zum Gesicht des Jahres 1967 gewählt.
Sie verkörperte das neue Glücksgefühl
dieser Zeit. Leider gingen die damals
modernen Trends auch an den Models nicht
vorbei. Drogen und andere Exzesse kosteten
nicht nur die Karriere, sondern manchmal
sogar das Leben. Man sagt, dass von
den dreissig Models der Agentur nur
fünfzehn überlebten.
Ganz anders die 80er-Jahre: Da tauchten
neue Trends auf, es dominierte Designerware.
Luxus war wieder in. Die Models bekamen
mehr und mehr Geld und die Modeindustrie
boomte. Nun powerte die Werbeindustrie
zig Tausende Models in den Markt. Elite
und Ford öffneten ihre Türen
weltweit und somit entstand ein globales
Modeling. Das Model hiess von nun an
nicht mehr Model, sondern Supermodel.
Auch das Männermodel ist seit den
90er-Jahren nichts Ungewöhnliches
mehr.
Die heissen Jahre kurz vor Ende des
20. Jahrhunderts bringen für viele
Glück und den absoluten Geldrausch
mit sich. Hunderttausende tummeln sich
in den grossen Städten und hoffen,
als Model entdeckt zu werden. Bei den
Frauen heissen Claudia Schiffer, Naomi
Campbell und Cindy Crawford die grossen
Gewinnerinnen. Se vermarkten sich für
Kosmetikprodukte, Bücher, Werbespots,
Talkshows und machen auch Filme. Der
Begriff "mega" wird eingeführt.
Die Models geniessen nun den Ruf des
"Megamodels".
Das neue Jahrhundert ist angebrochen.
Noch höhere Gagen, noch mehr Models
und viele neue Agenturen, die entstehen.
Die Modemetropolen sind New York, Milano,
Paris und London. |
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